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Die Entstehung der Hemmungen
08-01-2010, 09:23 AM (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08-01-2010 09:31 AM von Alpha.)
Beitrag: #1
Die Entstehung der Hemmungen
Die Natur hat den Menschen den Auftrag gegeben, ihre Art zu erhalten. Warum tun sich dann aber viele mit der Anbahnung einer Beziehung zu einer Frau so schwer?

Warum leiden so viele Menschen darunter, dass sie tun müssen, was ihnen andere vorgeben?

Warum beneiden wir die, die großen Erfolg haben, selbst kommen wir aber nicht in Gang?

Ich finde, dass dies nicht die Natur ist, die uns den Strich durch die Rechnung macht. Es ist unser Leben, unsere Erziehung, die dafür sorgen, dass wir uns einfach nicht trauen.

Ängste

Ängste haben eine wichtige Aufgabe bei jedem Lebewesen: sie warnen uns vor lebensbedrohlichen Situation und die ausgelösten Hemmungen verleiten uns dazu, die Situation zu meiden.

Es ist natürlich, dass man Angst hat, ungesichert und großer Höhe direkt am Abgrund zu stehen. Ein unbedachter Schritt und unser Leben wäre beendet.

Warum aber hat man Angst, eine Frau anzusprechen? Warum hat man Angst, bei anderen Menschen ehrlich zu sein, nein zu sagen usw.? Es gibt keinen natürlichen Grund dafür. Wenn diese Angst vorhanden ist, dann aufgrund unserer Erziehung, unserer Erfahrung und unserer Schlüsse daraus.

Kleine Kinder

Kleine Kinder besitzen bewunderswerte Fähigkeiten zum Flirten. Sie haben diese nirgends gelernt, sie können es einfach. Sie sind einfach sie selbst. Sie lächeln Leute an und gehen auf sie zu – weil sie dazu Lust haben. Wenn es ihnen langweilig wird, dann rennen sie weg – weil sie es wollen. Sie sagen Dinge – die sie sagen wollen. Wenn ihnen etwas nicht gefällt, dann schreien sie – weil es ihnen gerade danach ist. Abgesehen davon, dass es das noch gar nicht wissen kann, kümmert sich ein kleines Kind kümmert sich nicht darum, was die Leute von ihm erwarten. Es tut, was es tun will. Es kümmert sich keinen Cent darum, was die Umgebung von ihm denkt, wenn es schreit. Es kümmert sich nicht darum, was jemand vom ihm hören will. Es kümmert sich nicht darum, ob jemand in seiner Nähe sein will. Es hat aber auch keine weiteren Hintergedanken. Es geht auf Leute zu, weil es sie interessant findet. Ein Kind denkt sich erstmal nicht: oh, der/die kann mir für die Karriere nützlich sein, da will ich ihn. Es denkt aber auch nicht darüber nach, ob es abgelehnt wird. Und genau das passiert meistens auch nicht. Bis auf die paar Leute, die absolut keine Kinder leiden können. Was macht das Kind in dem Fall? Es rennt einfach freundestrahlend zum nächsten.

Die weitere Entwicklung

Wenn kleine Kinder solche Fähigkeiten haben, dann stellt sich die Frage, was im Laufe des Lebens passiert. Warum sind viele Menschen als Erwachsene so komplett anders, wenn sie als Kind doch einmal die Fähigkeit hatten.

Ganz einfach: ein Kind durchläuft eine Erziehung, die dazu dient, es auf seine Rolle in der Gesellschaft vorzubereiten.

Um den Vorstellungen der Eltern Nachdruck zu verleihen, werden diese nicht selten mit versteckten Androhungen ergänzt. Wie viele Kinder haben Sätze in der Art gehört:
* Wenn du dies und das nochmal machst, dann habe ich Dich nicht mehr lieb.
* Mit dir habe ich doch nur Ärger.
* Du kannst doch nicht dies und das sagen, weil X dann traurig ist und dich nicht mehr gern hat.
* Du musst das und das tun, sonst …

Alle Sätze haben eine Gemeinsamkeit: Sie stellen einen Zusammenhang zwischen dem, was das Kind tun soll bzw. auch nicht tun soll und der Tatsache, dass es andernfalls nicht mehr von der Eltern geliebt wird, her. Jedes Kind weiß aber, dass es auf die Liebe der Eltern angewiesen ist, weil es in diesem Altern noch nicht aus eigener Kraft überleben könnte.

Also beginnt sich das Verhalten zu ändern. Der kleine Mann bzw. die kleine Frau tut nicht mehr das, was er/sie gerne tun würde, sondern das, was man von ihm/ihr erwartet. Es findet es Änderung im Bewusstsein statt: Man fühlt sich für das Glück und das Wohl anderer Menschen verantwortlich, damit man von ihnen geliebt wird. Dem Kind wird klar gemacht, dass eine Ablehnung seine Schuld ist, und es sich beim nächsten Mal anders verhalten muss.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Natürlich ist es in einer Gesellschaft notwendig, dass an jedes Mitglied gewisse minimale Erwartungen gestellt werden, sonst könnte diese Gesellschaft niemals funktionieren. Diese Anforderungen sollten aber auf einem Minimalmaß sein.

Was lernt aber am Ende der kleine Mensch schon in dieser Lebensphase? Ganz einfach: Du bist nur akzeptiert, wenn Du das tust, was andere von Dir erwarten.

Was lernt dieser Mensch aber oft nicht: Du wirst nie als Individuum respektiert werden, wenn Du immer nur das tust, was andere von Dir erwarten.

Bis zum Erwachsenwerden

Bei pubertierenden Jugendlichen kommt ein weiterer Punkt hinzu. Aus meiner Sicht ist dies nämlich der Lebensabschnitt, in dem sich bewusst Ängste, als Schutzmechanismus bilden. Während ein Kind noch unbedarft vom 10m-Brett springt, macht sich ein 16-jähriger Gedanken über die Folgen, und springt dann eben nicht mehr.

Es ist auch die Phase, in der sich Cliquen bilden, die einen oder wenige Anführer haben und eine Masse, die diesem hinterherläuft. In dieser Phase definiert sich Anführer noch oft über Muskeln und optische Attribute. Die aus ihrer Sicht unterlegenen finden sich mit ihrer Rolle ab, und akzeptieren diese. Sie akzeptieren, dass sie nur die Mädels bekommen, die „überlegene“ nicht haben wollen. Sie akzeptieren, dass andere sie bewerten und leben danach.

Damit lassen wir aber eines zu: Wir akzeptieren, dass andere Menschen uns bewerten. Ok, das ist ihr Recht. Aber wir nehmen diese Bewertung als gültig an und leben danach und legen damit die Möglichkeiten, unser Leben selbst zu gestalten, in die Hände von anderen.

Und hiermit schließt sich der Kreis: Aus frühen Tagen wissen sie, dass sie anderen nicht zu widersprechen haben, sonst sind sie nicht akzeptiert. Diese anderen sind aber daran interessiert, sie selbst klein zu halten, um ihre eigene Position nicht zu gefährden. Also entwickelt sich das Individuum zu einem, das sich unterordnet und auf Signale warten, dass er mal selbst tun darf.

Der Erwachsene

Welcher Mensch entsteht im Extremfall aus dieser Entwicklung? Es entsteht ein Mensch, der in etwas folgende Gedankengänge hat:
* Was muss ich tun, damit andere mich akzeptieren?
* Wenn ich jetzt die Frau anspreche, was will sie hören?
* Ich bin doch nicht gut, hübsch, reich genug, um überhaupt an einer Frau wie sie ranzukommen.
* Mein Verhalten reicht nicht aus, sicher werde ich wieder abgelehnt.

Aber nicht nur bei Frauen, auch an anderen Stellen:
* Das ist mein Chef, dem darf ich nicht widersprechen.
* Alle sagen, dass ich nicht gut genug bin, um mich auf den Posten zu bewerben.
* Alle schreiben, wie schlecht die Lage ist, um mehr Geld zu fordern.
* Ich habe es bislang zu nichts gebracht: das schaffe ich nie.

Dabei übersehen sie, dass sie in ihrer Art gar nicht einmal respektiert werden. Vermeintliche Freunde sagen: ach, den brauchen wir nicht mitzunehmen, der ist doch langweilig. Die Partnerin denkt sich: der macht doch alles, was ich von ihm will. Sex braucht der nicht, da habe ich keine Lust drauf mit dem Weichei. Die Chefs denken sich: der hat doch nie eigene Ideen, warum soll der mehr Verantwortung bekommen?


Fazit

Dieser Beitrag ist an vielen Stellen eine Extremdarstellung, die es so selten geben wird.

Mir geht es mit diesem Beitrag um etwas anderes. Es soll zeigen, dass jeder prinzipiell alle Fähigkeiten zum Erfolg hat, egal ob das im Beruf, bei Frauen oder sonst wo ist.

Wir hatten auch alle am Beginn unseres Lebens schon die richtige Einstellung, um diese Fähigkeiten einzusetzen.

Das wir sie nicht einsetzen, entsteht erst später im Laufe des Lebens, weil wir anerzogen bekommen, wir müssten andere Menschen glücklich machen und unsere eigenen Bedürfnisse immer hinter anstellen.

Hierbei kommt es aber auf einen gesunden Mix an: die ständige Unterordnung unter die Bedürfnisse anderer wird uns auf Dauer genauso unglücklich machen, wie die ausschließliche kompromisslose Fixierung auf die eigenen Bedürfnisse.

An dem Punkt, an dem jeder das tut, was er/sie gerade tun will (sei es, die heiße Frau mit den langen schwarzen lockigen Haaren dahinten anzusprechen, sei es, auch mal ein „nein“ beim Chef zu bringen), sind wir alle ein großes Stück weiter. Nur die Achtung und der Respekt vor anderen Menschen sollte nicht auf der Strecke bleiben.

Wer seiner eigenen Sache untreu wird, kann nicht erwarten, dass ihn andere achten. [A. Einstein]
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08-01-2010, 05:56 PM
Beitrag: #2
RE: Die Entstehung der Hemmungen
Wiedermal ein top Post!
Ich hoffe es gibt noch viele von denen!



"Frauen kann man nur mit Gefühlen und Emotionen überzeugen, nicht mit logischen Gründen"
St. Galler Lair - Sei dabei!
By Spike

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17-03-2010, 06:11 PM
Beitrag: #3
RE: Die Entstehung der Hemmungen
Um es kurz zu machen: Deine Theorie als ganzes ist in meinen Augen absoluter Schwachsinn. Sie enthält einige durchaus richtige Tatsache, wie zum Beispiel die völlig unbehaftete Einstellung eines Kindes oder eine treffende Beschreibung des Sozialwesen unter Jugendlichen in der Pupertät. Allerdings die Erziehung auf die von dir erklärte Weise als Dreh- und Angelpunkt für das Entstehen von Hemmungen darzustellen, sehe ich als komplett falsch.
Ebenso halte ich die von dir beschriebenen Auswirkungen auf die berufliche Sozialkompetenz für inkorrekt. Du schreibst zwar selbst, dass der Beitrag bewusst extrem gehalten ist und dass das geschilderte Ergebniss äusserst unwahrscheinlich ist, dennoch lässt sich Selbstsicherheit in Sachen Frauen und Selbstsicherheit im allgemeinen(Job, Freunde) nicht so leicht pauschalisieren.

Erziehung
Ich hoffe schwer, du wurdest nicht auf die von dir beschriebene Weise erzogen. Wenn doch, gehörst du zu einer sehr kleinen Gruppe. Zumindest ich kenne in meinem näheren Umfeld keine Mutter und auch keinen Vater, der sein Kind unter Anwendung von Liebesentzug oder deren Androhung erzogen hat. Wenn dies Tatsächlich so wäre, hätten wir uns wohl mit krässeren sozialen Problemen als Schüchternheit beim Frauen ansprechen herumzuschlagen.
Wenn Eltern ihrem 10-jährigen Kind vorschreiben um 16 Uhr wieder zurück vom Nachbarschaftsspielplatz zu sein, hat das nichts mit dem Einschränken des individuellen Wesen eines Menschen zu tun. Es ist vielmehr ein Akt der Fürsorge. Die Eltern wollen ihr Kind in Sicherheit wissen. Aus dem gleichen Grund holen sie dich am Abend, wenn es dunkel ist, auch vom Fussballtraining ab. Solche Kontrollmassnahmen sind auch notwendig. Denn wie du selbst sagst: Ein Kind macht sich keine Gedanken über die Konsequenzen. Eine wünschenswerte Fähigkeit, solang es nur ums flirten geht. Doch dann ist es leider auch bald mal fertig mit den Vorzügen.
Die Reaktion des Kindes fällt dabei in den meisten Fällen sowieso alles andere als unterwerfend aus. Ich mag mich sehr gut daran erinnern, wie ich ganz zufälligerweise die Zeit vergessen habe oder der blöde Baum genau vor der Uhr gestanden hat. Genauso war es mit meinen Spielkameraden, man hat sich reichlich wenig um die Sorgen der Eltern gekümmert. Und das begrenzt sich nicht nur auf das Primarschulalter. Je älter man, wird je stärker prägt sich das individuelle Wesen eines Kindes/Jugendlichen aus. Es entstehen Trotzreaktionen und man versucht sich möglichst von seinen Eltern zu lösen(natürlich nur dort, wo's angenehm ist). Nach deiner Theorie müsste jeder 16-jährige bereits ein kaum selbstdenkender Arschkriecher sein, der aufgrund seines Triebes es allen Recht zu machen, kaum noch überlebensfähig ist. Eher ds Gegenteil ist der Fall.

Ergebnisse deiner Theorie
Ich beziehe mich hier auf diesen Teil:
Zitat:Welcher Mensch entsteht im Extremfall aus dieser Entwicklung? Es entsteht ein Mensch, der in etwas folgende Gedankengänge hat:
* Was muss ich tun, damit andere mich akzeptieren?
* Wenn ich jetzt die Frau anspreche, was will sie hören?
* Ich bin doch nicht gut, hübsch, reich genug, um überhaupt an einer Frau wie sie ranzukommen.
* Mein Verhalten reicht nicht aus, sicher werde ich wieder abgelehnt.

Aber nicht nur bei Frauen, auch an anderen Stellen:
* Das ist mein Chef, dem darf ich nicht widersprechen.
* Alle sagen, dass ich nicht gut genug bin, um mich auf den Posten zu bewerben.
* Alle schreiben, wie schlecht die Lage ist, um mehr Geld zu fordern.
* Ich habe es bislang zu nichts gebracht: das schaffe ich nie.

Es scheint in diesem Forum die allgemeingültige Meinung zu herrschen Erfolg bei Frauen, Erfolg im Job und jede andere Art von Erfolg ausnahmslos zusammen auftreten. Klar, Frauen entscheiden sich sicherlich lieber für einen Siegertyp als für eine gescheiterte Existenz. Erfolg in Sport oder Karriere ergeben sicherlich vereinfachte Verhältnisse in der Jagd nach dem anderen Geschlecht. Allerdings kann ein Mann genauso keinen Erfolg bei Frauen haben, in der Arbeit aber völlig aufblühen, selbstsicher und überzeugend auftreten, schlicht ausgezeichnete Arbeit abliefern. Die Algorithmen eines MAthematikers, die Autos eines Mechanikers selbst der undurchsichtige Wertschriftenmarkt in dem sich hochrangige Wirtschaftsexperten bewegen ist nicht mit einem lebendigen Wesen zu vergleichen. Mag sein das Statistiken etwas anderes behaupten, aber an diesem Punkt setze ich mich für das einzelne Individiuum ein, ausserdem... ich glaube keiner Statistik, die ich nicht persönlich gefälscht habe ;-)
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21-03-2010, 11:06 AM (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 21-03-2010 11:10 AM von Alpha.)
Beitrag: #4
RE: Die Entstehung der Hemmungen
(17-03-2010 06:11 PM)Amon schrieb:  Es scheint in diesem Forum die allgemeingültige Meinung zu herrschen Erfolg bei Frauen, Erfolg im Job und jede andere Art von Erfolg ausnahmslos zusammen auftreten.

Diese Dinge hängen zusammen. Sie sind im Job und bei Frauen sicher unterschiedlich stark ausgeprägt. Es gibt aber keinen Typ, der privat und bei Frauen hochgradig introvertiert ist, und im Job ist er der taffe und risikofreudige Typ.

(17-03-2010 06:11 PM)Amon schrieb:  Klar, Frauen entscheiden sich sicherlich lieber für einen Siegertyp als für eine gescheiterte Existenz. Erfolg in Sport oder Karriere ergeben sicherlich vereinfachte Verhältnisse in der Jagd nach dem anderen Geschlecht.

Das klappt nur deshalb, weil Du daran glaubst und damit selbstbewußter auftrittst.

(17-03-2010 06:11 PM)Amon schrieb:  Allerdings kann ein Mann genauso keinen Erfolg bei Frauen haben, in der Arbeit aber völlig aufblühen, selbstsicher und überzeugend auftreten, schlicht ausgezeichnete Arbeit abliefern. Die Algorithmen eines MAthematikers, die Autos eines Mechanikers selbst der undurchsichtige Wertschriftenmarkt in dem sich hochrangige Wirtschaftsexperten bewegen ist nicht mit einem lebendigen Wesen zu vergleichen. Mag sein das Statistiken etwas anderes behaupten, aber an diesem Punkt setze ich mich für das einzelne Individiuum ein, ausserdem... ich glaube keiner Statistik, die ich nicht persönlich gefälscht habe ;-)

Das ist Wunschdenken. Dazu braucht's auch keine Statistik. Der Mathematiker, der die kompliziertesten Algorithmen entwickelt und Beweise durchführt und dabei aufblüht, wird nicht automatisch Karriere machen. Das fachliche sind allenfalls 30% der Miete. Zu den anderen 70% gehören viele andere Eigenschaften. Hat er diese nicht, dann wird er zwar als nützlicher Idiot in seiner Gruppe akzeptiert sein, aber bis zum Lebensende auf seiner, immer wieder auf ein paar Monate befristeten, Wissenschaftlerstelle sitzen, nicht wissend, ob und zu welchen Konditionen man ihn verlängert, während die anderen die Karriere machen. Man wird ihn akzeptieren, weil man ihn braucht, weil er nützlich ist. Weil man seine Publikationen braucht, auf die er dann auf Anweisung noch seine 10 Kollegen und Profs schreiben darf, die diese Paper dann auch für sich ausnutzen - und die Karriere machen. Ist das Geld knapp, dann wird er aber auch der erste sein, dann man rausschmeist - denn er hat ja was, womit er sich woanders bewerben kann, während die anderen 10 ja noch Zeit brauchen, bis sie zu ihren Ergebnissen gekommen sind.

Die 70% sind nebenbei genau die Eigenschaft, die auch den Erfolg bei Frauen wesentlich mitbestimmen.

Wer seiner eigenen Sache untreu wird, kann nicht erwarten, dass ihn andere achten. [A. Einstein]
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26-03-2010, 01:25 AM
Beitrag: #5
RE: Die Entstehung der Hemmungen
hmmmm, ich kann sehr gut leute kommandieren und so auf der arbeit ... aber nur wenn ich weiß das ich voll drauf habe was ich machen... * überleg
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28-03-2010, 05:45 PM
Beitrag: #6
RE: Die Entstehung der Hemmungen
Es geht nicht um kommandieren, es geht darum, Leute so zu führen, dass sie bereitwillig folgen.

Wer seiner eigenen Sache untreu wird, kann nicht erwarten, dass ihn andere achten. [A. Einstein]
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22-08-2010, 02:19 PM
Beitrag: #7
RE: Die Entstehung der Hemmungen
Die Sache mit dem beruflichen Erfolg und dem Erfolg bei Frauen hängt sicherlich in vielen Fällen zusammen. Davon eine Regel abzuleiten halte ich trotzdem für falsch. Man sollte dabei durchaus in Betracht ziehen, wie derjenige zu seinem beruflichen Erfolg kommt.

Es gibt Menschen, die ohne besonderes Wissen und Können beruflich erfolgreich sind. Sie führen, sie begeistern und haben so ein Team von Beratern oder sie sind durch ihre soziale Kompetenz begnadete Verkäufer. Zwei meiner Ex-Chefs waren von diesem Kaliber. Beruflich eigentlich absolute Nullen, aber sie konnten einfach mit Kunden, Auftraggebern, Personal und Lieferanten umgehen und waren deswegen relativ erfolgreich. Relativ deshalb, weil ihnen irgendwann ihr eigenes Ego über den Kopf gewachsen ist. Beide waren auch sehr erfolgreich bei Frauen.

Andere sind beruflich erfolgreich aufgrund ihres außergewöhnlichen Könnens und Wissens. Sie haben gelernt, dass ihnen auf ihrem Fachgebiet kaum jemand das Wasser reichen kann.
Ein Bekannter von mir ist so ein Fall. Sehr intelligent, gebildet, mehrsprachig, beruflich erfolgreich, gerade weil ihm in seinem Job kaum jemand das Wasser reichen kann, deswegen sehr selbstsicher und zieht daraus auch die Fähigkeit zu führen.

Wenn es um Frauen geht, so hat er jedoch ganz andere Erfahrungen gemacht. Dort hilft ihm sein berufliches Wissen so wenig wie seine Sprachkenntnisse, seine analytischen Fähigkeiten, sein Humor, sein Interesse an Kunst und Kultur oder seine Sportlichkeit als Marathonläufer. Bezüglich Frauen hat er gelernt, dass er eben nicht gut ankommt, dass er "nicht so gut ist" und so interessierte sich tatsächlich bis heute kaum eine Frau für ihn.

Ich bin also der Meinung: Das berufliche Selbstbewusstsein auf das Privatleben zu übertragen ist gar nicht so einfach. Das funktioniert eher in die andere Richtung. Wer also sehr selbstbewusst ist, der wird auch im Beruf so auftreten und deswegen einen gewissen Erfolg haben. Wie viel, das hängt dann allerdings doch noch von seinem Wissen und Können ab.
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