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Californication und Hank Moody
12-12-2011, 11:23 PM (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 12-12-2011 11:25 PM von gaga.)
Beitrag: #1
Californication und Hank Moody
Kennt ihr diese Serie?

Die Charaktere und Situationen sind überzeichnet. Die Handlung naja. Aber die Sprüche.

Irgendwie erinnert mich die Serie je länger ich sie mir ansehe an "pulp fiction".

Was haltet ihr davon wie Hank Moody als Frauenaufreisser dargestellt wird? Hat das noch mit Realismus zu tun?Smile

Obwohl das vielleicht nicht ganz zutrifft, hat Hank Moody etwas sehr wahres an sich.

Wie geht es dass jemand der normalerweise als Loser gelten würde, es schafft immer souverän rüberzukommen?

Im echten Leben wäre er nicht so erfolgreich, aber er hat ein paar Qualitäten:
-er steht zu dem wer er ist und zu dem was er denkt
-er steht zu dem was er will
-er liest Frauen wie ein guter Psychologe und sagt ihnen was er denkt
-er kennt die Fantasien von Frauen und geht sehr ungezwungen damit um
-woher nimmt er seine Sprüche?
-er hat Stil!

Trotzdem finde ich dass viele seiner Aufrisse in der Realität nicht funktioniert hätten. Warum hat sich zum Beispiel das Surfergirl aus dem Supermarkt sofort für ihn interessiert??

Mich interessiert eure Meinung.
Was kann man sich von Hank Moody abschauen? Und was sind nur Wunschfantasien perverser Drehbuchautoren?

gaga
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21-12-2011, 12:21 PM
Beitrag: #2
RE: Californication und Hank Moody
Hey gaga

Ich kenne die Serie nicht.

Du hast seine (Alpha-)Qualitäten beschrieben. Die kann man sich aneignen/lernen. Mit diesen Verhaltungsweisen hat man(n) bestimmt Erfolg. Vorsicht jedoch vorm kopieren/nachspielen! Wenn man das Alphaverhalten nur spielt, bringt das einem auf längere Zeit nicht viel. Das muss ich dir nicht sagen, du bist aktiver als ich Wink.


Schlussendlich ist trotzdem alles nur Show. Ob das im wirklichen Leben gehen würde, weiss ich nicht, da ich, wie bereits gesagt, die Szenen nicht kenne.

Greez

Chris

Just play the Game!!!
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23-12-2011, 03:19 AM (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 23-12-2011 03:45 AM von gaga.)
Beitrag: #3
RE: Californication und Hank Moody
Hi ChrisGame,

Es sind einige sehr lustige Momente dabei. Das sind vornehmlich die ,in denen Hank Moody Frauen klarmacht. Den Rest hätten sie weglassen sollen...Smile

Ich finde wenn man Leute sieht die es besser können als man selbst, kann man ihre Art eine Weile nachmachen. Man pickt sich Sachen heraus, die zu einem passen oder passen werden. Irgendwann hat man etwas verinnerlicht und fügt es zu seinem ganz eigenen Mosaik aus Verhaltensweisen, Stil, Ansichten u.s.w. in modifizierter Weise hinzu. Das ist dann das was deine Persönlichkeit ist. Man hat ein gewisses Grundgerüst, das teils genetisch bedingt, teils sehr früh anerzogen und daher nicht veränderlich ist. Der Rest ist veränderbar wenn man es will und die Ressourcen hat.
So auch Beta zu Alpha-Verhalten wie wir wissen Wink

Wenn ich Personen sehe deren Art mir gefällt picke ich mir Dinge raus die mir gefallen, passe sie an mich an und probiere sie aus. Damit habe ich eine Menge positive Erfahrungen gemacht.
Was man spiegelt oder kopiert ist letztendlich großteils nur die "emotionale Konfiguration" einer Person oder Gruppe. Ich bleibe dabei authentisch, weil ich Veränderungen in kleinen Schritten mache, so dass vor allem ich selbst und auch die Leute um mich herum sich daran gewöhnen können. Wenn mir die Richtung in die ich steuere nicht gefällt rudere ich zurück oder fahre in eine andere Richtung. Klar muss man sich dabei an eine grobe Stilrichtung halten.
Was mich fasziniert ist, dass man seinen emotionalen Typ theoretisch in jede Richtung entwickeln kann die man will, und man ist dabei nur wenigen Grenzen unterworfen.

Was mir an Moodys Art gefällt ist, dass er ohne Worte auskommen könnte. Und was er zusätzlich sagt, ist zu 80% egal weil er nonverbal ständig nur "lass uns Liebe machen" aussendet.
Was die Serie witzig macht ist sein Anarchismus gegenüber angeblichen Anstandsregeln und wie willig Frauen diese mit ihm brechen.

Ein wenig Anarchismus hat immer mit Alphasein zu tun. Wenn ich eine Frau wie ein Mann ansehe (was ihnen heute selten genug passiert), und wenn ich sie einfach so direkt approache, dann breche ich ihre Gewohnheiten. Wenn ich mit zwei Frauen die ich gerade auf der Straße kennen gelernt habe nach kurzer Zeit darüber rede, ob es mich anturnen würde wenn die beiden sich küssen würden und in welcher Situation, dann ist das ausserhalb der "Regeln" aber es macht uns allen Spaß.
Die Serie desensibilisiert einen. Man sieht fiktive Extreme und aber nimmt sie als real wahr. Man fängt an die Linie an anderer Stelle zu ziehen als gewohnt.
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