Die Geschichte mit den Affen im Käfig findest du unten unter “verwandte Artikel.”

Also was sollte das mit den Affen? Warum finden Männer es nicht normal, eine Frau anzusprechen, die ihnen gefällt? Wo ist der Zusammenhang zu den hirngewaschenen Affen?

Die Affen verprügeln denjenigen, der die Banane holen will. Am Anfang gab es einen Grund dafür, nämlich die kalte Dusche. Später jedoch wusste keiner mehr vom kalten Wasser. Zurück blieb die Angst, verhauen zu werden. Einen Grund gab es keinen mehr.

Männer fürchten sich davor, Frauen anzusprechen. Je besser die Frau dem Mann gefällt, desto grösser seine die Angst. Er weiss eigentlich gar nicht so genau warum. Vielleicht Peinlichkeit, Angst vor einer Zurückweisung oder Angst von der Frau beurteilt zu werden. Im Grunde ist es nichts Gefährliches. Es kann nichts Schlimmes passieren, auch wenn die Frau gar keine Freude hat. Und es passiert auch nichts noch Schlimmeres, wenn die Frau besser aussieht. Woher kommt also diese Angst?


Ich dachte früher, ich würde meine eigenen Entscheidungen treffen und hätte meine eigenen Werte, bis ich merkte, dass mir die Gesellschaft sehr viel vorgibt. Klar jeder denkt, er habe seine eigene Meinung und doch wären alle gerne reich, hätten ein schnelles Auto, ein exklusives Haus und trendige Kleider…

Es macht ja auch absolut Sinn für die Gesellschaft, dass sie mir vorgibt, was ich gut und was schlecht finde. Schliesslich „will“ sie stark sein (unter anderem mit einer starken Wirtschaft) und sich gegen andere Gesellschaften und behaupten.

Wenn ich sage „will“ dann klingt das vielleicht merkwürdig. Die Gesellschaft als ganzes hat ja nicht wirklich einen Willen. Allerdings wenn die Gesellschaft so funktioniert, wird sie sich durchsetzen. Sie braucht viele Menschen, die sich in das System einordnen und brav viel arbeiten und viel konsumieren.

Schalten wir mal den Fernseher ein und schauen ein bisschen Werbung. Eine schöne Frau räkelt sich auf dem rassigen Sportwagen. Der erfolgreiche Geschäftsmann kommt in seine Villa nach Hause zu seiner reizenden Frau. Sie sind gut versichert. Der muskulöse Sportler trägt sein Aftershave auf und wird sogleich von einer Schönen geküsst. Reizende Frauen tanzen und freuen sich über ihr neues Makeup. Männer liegen ihnen zu Füssen.

Viele Werbungen versprechen Erfolg beim anderen Geschlecht. „Wenn du dieses Aftershave hast, … wenn du diesen Sportwagen hast…“ Wenn man solche Dinge lange und oft genug sieht, kriegt man wirklich den Eindruck, man müsse all die Dinge besitzen, um einen guten Partner zu finden.

Das Werbefernsehen ist natürlich nicht der einzige Ort, wo uns diese Dinge eingegeben werden. Schaut euch selbst um.

Im Grunde gibt uns die Gesellschaft vor, wer besser und wer schlechter ist. Sie sagt uns nach welchen Kriterien wir urteilen sollen. (Somit sagt sie uns auch, dass wir überhaupt vergleichen sollen!)

Was ist der beste Mann? – Der Erfolgreiche, der Reiche, der Berühmte, der Schöne.

Was ist die beste Frau? – Die Schöne.

Es entsteht eine Hierarchie unter Männern wie unter Frauen. Und wir alle jagen in gewissem Masse diesen Idealen nach. Wir wollen selbst so ideal wie möglich sein. Vielleicht weil wir einen ebenso idealen Partner wünschen, vielleicht aus anderen Gründen…

Ich verfolge jetzt mal den Gedanken mit dem idealen Partner. Darum gehts ja in diesem Blog.

Die Frage ist: Hat ein Mann wirklich mehr Erfolg bei Frauen, wenn er den Sportwagen besitzt oder wenn wir das bestimmte Aftershave benutzt? Vermutlich hat er den tatsächlich. Allerdings aus einem anderen Grund! Nicht weil er das tolle Ding besitzt, sondern weil er sich damit mehr als idealer Mann fühlt. Mit dem Sportwagen fühlt er sich besser. Er gibt sich selbst einen höheren Wert. Er gibt sich selbst das Recht, eine „bessere“ Frau haben zu dürfen.

Solange wir auf die Werte der Gesellschaft hören, werden wir dauernd unseren eigenen Wert mit demjenigen anderer vergleichen. Wir leben dauernd in Angst, ob wir besser oder schlechter sind als die anderen. Als Mann leben wir dauernd in Angst, ob wir der Frau genügen. Der einen fühlen wir uns überlegen, einer anderen unterlegen. Aber wir vergleichen dauernd und unser Selbstwertgefühl ist immer in Gefahr.

Wir müssen verstehen, dass wir mit dem Sportwagen und dem Aftershave nicht das Ding selbst kaufen, sondern die Gefühle, die damit verbunden sind. Wir müssen lernen, uns gut zu fühlen ohne diese Hilfsmittel! Wir müssen lernen, uns selbst das Recht zu geben, das zu erhalten, was wir begehren.

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