Es war ein interessantes, aber nicht ganz einfaches Buch über die Evolution. Hier ein paar spannende Details…


Wie entstand das Leben?

Es gab auf der Erde Wasser, Kohlendioxid, Methan und Ammoniak. Durch Hinzugabe von Energie von der Sonne und durch Gewitter entstanden kompliziertere Verbindungen wie Amminosäuren, die Bausteine von Proteinen. Irgendwann bildeten sich zufällig bemerkenswerte Moleküle, die sich selbst kopieren konnten. Replikatoren. So stelle ich mir den Kopiervorgang vor: Ein einzelner Replikator zog andere Moleküle an bis zwei gleiche Replikatoren nebeneinander waren und dann trennten sie sich. Dieser Vorgang ist natürlich nicht perfekt, es geschehen Fehler beim kopieren.

Es gab verschiedene Replikatoren, solche die sich schneller kopieren konnten und solche die länger stabil waren. Es fand ein Rennen statt, welcher Replikator sich am meisten verbreiten konnte.

Sie hatten keinen Willen, sich schnell zu verbreiten oder das Rennen gegen die anderen zu gewinnen oder zu „überleben“. Jedoch gab es Replikatoren, die es am besten und schnellsten „konnten“. Oder besser gesagt, denen es am besten und schnellsten geschah.

Es gab nun Replikatoren, denen wegen ihrer Molekularstruktur eine Hülle gebildet wurde. Diese waren stabiler als Replikatoren ohne Hülle. So entstanden Zellen.

Später blieben mehrere Zellen zusammen und bildeten Pflanzen und Tiere und Menschen.

Die Replikatoren sind die Gene oder das Erbmaterial. Die Körper sind die Überlebensmaschinen der Gene.

Wir sind die Überlebensmaschinen unserer Gene!

Das begründet natürlich nicht, warum es am Anfang Wasser, Kohlendioxid, Methan und Ammoniak gab.

Was sind Gene?

Allgemein werden Gene als Erbanlage oder Erbfaktor bezeichnet. Sie sind die Träger von Erbinformation, die durch Reproduktion an die Nachkommen weitergegeben werden. Sie sind verantwortlich für ein Merkmal, zum Beispiel die Augenfarbe oder für eine bestimmte Verhaltensweise.

Bei der sexuellen Reproduktion werden die Gene von Vater und Mutter gemischt und an das Kind weitergegeben.

Mehr über Gene siehe auch Wikipedia

Hauptaussage des Buchs

Dawkins meint, dass einzelne Gene gegeneinander ums Überleben konkurrieren und nicht Tier- oder Pflanzenarten und auch nicht einzelne Tiere oder Pflanzen. Gene sind immer “egoistisch”, d.h. sie „wollen“ ihre Verbreitung auf Kosten von anderen Genen vergrößern.

Was heisst egoistisch?

Der “Egoismus” der Gene ist nur als anschauliches Bild gedacht. Gene haben weder Gefühle noch Absichten. Es lässt sich aber erklären, wenn man in die Vergangenheit schaut: ist ein Gen heute noch vorhanden, so folgt daraus, dass es sich egoistisch gegen andere durchgesetzt hat. Andere waren unterlegen und sind verschwunden.

Wie wählen Weibchen das Männchen?

Es gibt zwei verschiedene Strategien: „Supermann“ und „guter Vater“.

Supermann

Die Weibchen gehen davon aus, dass sie keine Hilfe bei Aufziehen der Kinder erhalten. Sie wollen deshalb das Männchen mit den besten Genen. Beispiele sind die See-Elefanten und Paradiesvögel. Hier bilden sich Harems.

Guter Vater

Bei vielen Vogelarten wollen die Weibchen einen Vater für ihre Kinder, der hilft die Kleinen aufzuziehen. Bei diesen kommt es nicht zur Paarung, bevor nicht das Nest gebaut ist. Entweder das Weibchen verlangt vom Männchen, dass es bereits ein Nest hat oder sie bauen es zusammen. Von einem angehenden Partner zu fordern, dass er ein Nest baut, ist für ein Weibchen eine wirksame Methode, ihn einzufangen. Viele Vogelarten sind monogam.

Natürlich können in einer monogamen Gesellschaft nicht alle Weibchen das Männchen mit den besten Genen haben. Trotzdem hätten sie gerne gute Gene in ihrem Partner und gehen deshalb fremd.

Mehr über das Buch siehe Wikipedia

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